Ottawa, 16.3.2006 – Auch für die Robbenjagd des Jahres 2006 hält Kanada an den extrem hohen Quoten der letzten Jahre fest. Der Fischereiminister Loyola Hearn gab bekannt, dass bei dem in wenigen Tagen beginnenden Massaker 335.000 Sattelrobben getötet werden dürfen.
ES IST UNGLAUBLICH
Obwohl in den letzten Wochen der IFAW wiederholt darauf aufmerksam gemacht hat, was für Risiken die Tiere ausgesetzt sind, (zB. der milde Winter in Kanada, der zuwenig feste Eisflächen bot, welche die Robben benötigen um ihre Jungen zur Welt zu bringen) wurden dieses Jahr wieder 335'000 Tiere zur Tötung frei gegeben.
Auch Dr. David Lavigen ( Meeresbiologe) meinte, dass es man durch die Tötung so vieler Tiere eines Bestandes, das Risiko unnötig in Kauf nimmt, diese zur Ausrottung zu bringen
Nach Umfragen des IFAW im letzten Jahr lehnt die Mehrheit der Kanadier die alljährliche Robbenjagd ab (69 Prozent). Noch deutlicher ist das Votum gegen die staatlichen Subventionen für die Robbenjagd (77 Prozent).
UND TROTZDEM WERDEN IN DEN NÄCHSTEN WOCHEN WIEDER 335'000 JUNGROBEN IHR LEBEN LASSEN MÜSSEN.
DENN DIE KANADISCHE REGIERUNG LÄSST DAS MASSAKER AUF DEM EIS ZU.